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Research Class: Digitalisierungsprozesse in Organisationen verstehen

  • Autorenbild: Justus Bösch
    Justus Bösch
  • 22. Juni
  • 3 Min. Lesezeit

Aktualisiert: 30. Juli

Angebot für Forschende und Nachwuchsforschende


kiwit-Logo und vier Schwarzweiß-Porträts; Text: Research Class Digitalisierung, KI und Organisation, Universität Bielefeld.
Research Class mit Prof. Dr. Stefan Kühl, Bernd Eckstein, Dennis Düllmann (Teilprojekt Bielefeld) und Prof. Dr. Marcel Schütz (Teilprojekt Hamburg)

  • Viersemestrige Research Class der KIWIT-Forschungsgruppe

  • Wöchentliche Textdiskussion mit ausgewiesenen Autor:innen

  • Fortlaufende Informationen zu Themen und Texten auf dieser Seite​

Die 3. Research Class beginnt am 12. Oktober 2026. Die neue Anmeldeadresse ist ab sofort: forschungsgruppe.kiwit[at]uni-oldenburg.de. Im Wintersemester wird die Webseite der Research Class in einem neuem Gewand erscheinen – mit Möglichkeit zur Interaktion und Diskussion direkt auf der Seite. Wir wünschen allen treuen (und neuen) Teilnehmenden eine schöne Sommer- und Ferienzeit. 

 

In dieser auf vier Semester angelegten Research Class werden in einem wöchentlichen Rhythmus rund 100 zentrale Texte zum Themenkomplex Organisation und Digitalisierung diskutiert. Die Research Class ist Teil der Bielefeld Graduate School in History and Sociology und eingebunden in die KIWIT-Forschungsgruppe. Aufgrund der Teilnahme von verschiedenen Standorten wird das Seminar online via Zoom durchgeführt. 


Zu jeder Sitzung wird von allen Teilnehmenden ein ausgewählter Text gelesen und gemeinsam diskutiert. Die vorangehende Lektüre ist für eine sinnvolle Teilnahme erforderlich. Man kann flexibel zu all jenen Terminen und Besprechungen erscheinen, die einen interessieren. Das Forschungsseminar richtet sich zunächst an einschlägig forschende Doktorand:innen der Universität Bielefeld sowie der Projektpartner, ist aber auch für interessierte Master-Studierende und fortgeschrittene Bachelor-Studierende, die bereits das Einführungsmodul Organisationssoziologie belegt haben, geöffnet. Weitere externe Forscher:innen anderer Hochschulen sowie themenbezogen Interessierte sind ebenfalls willkommen. Eine Anmeldung – mit kurzen Angaben zu Person und Motivation – ist erforderlich. 

Nächste Sitzung am 12. Oktober 2026.


29.06.2026: Gethmann, C. F. (2026). Lösen digitale Agenten die menschlichen Forscher künftig ab? In F. Schmiedchen, A. von Gernler, M. Hafner, & K. P. Kratzer (Hrsg.), Künstliche Intelligenz und Wir: Stand, Nutzung und Herausforderungen der KI (S. 271–287). Springer. https://doi.org/10.1007/978-3-662-71567-3_15


Pepper-Roboter mit leuchtenden Augen und blauen Streifen in moderner Holzlobby; Namensschild sichtbar, freundlicher Blick
Als Subjekt und in intersubjektiven Zusammenhängen agierend ist der Mensch unverzichtbare Voraussetzung für wissenschaftliche Erkenntnis.

Als Subjekt und in intersubjektiven Zusammenhängen agierend ist der Mensch unverzichtbare Voraussetzung für wissenschaftliche Erkenntnis. Die Behauptung, dass KI als digitaler Agent eigenständig erkenntnisfähig  ist, wird in diesem Kapitel logisch widerlegt. Hierzu werden zunächst Aussagen des Funktionalismus in Bezug auf das Denken und die Intelligenz dargestellt und kritisch hinterfragt. KI kann nicht in  Begründungsdiskursen autonom agieren, weil ihnen die pragmatischen Merkmale der Handlungsurheberschaft und Zurechenbarkeit nicht zukommen. Zusätzlich wird am Verhältnis von Korrelationsanalysen zu  Kausalerklärungen erläutert, warum der Probabilismus nur unzureichend der Wahrheitsfindung und -prüfung dient. Damit aber kann KI grundsätzlich keine gesellschaftlich zustimmungsfähige Wissenschaft  erzeugen.


Seminarregeln


  • Wir beginnen pünktlich um 18:15. (Update: Ab dem Wintersemester 2026/2027 findet die RC voraussichtlich wieder um 16:15 statt.)

  • Die KIWIT-Research Class – geplant für zwei Jahre – findet während des Semesters jeweils montags, 18:15 bis 20:00, online über den gleichen Link statt (erhältlich nach Anmeldung). Die Grundlage bildet immer ein Text, der von allen Teilnehmenden vor dem Termin gelesen worden ist. Ohne die Lektüre des – manchmal schwierigen – Textes sollte keine Teilnahme erfolgen. 

  • Wer das erste Mal anwesend ist, schreibt bitte in die Chat-Funktion ein paar Worte zu sich: Wo bin ich organisatorisch verortet? Was interessiert mich am Thema Digitalisierung (eventuell besonders an Künstlicher Intelligenz)? Mit welchen einschlägigen Projekten bin ich gerade beschäftigt?

  • Es gibt keine systematische Moderation, sondern die Sprecher:innen-Liste entwickelt sich automatisch über die Melde-/Handhebe-Auswahl auf Zoom.

  • Wir empfehlen das Mikrofon ausgeschaltet zu lassen, wenn wir mehr als fünf Personen sind (dies ist regulär der Fall). Sollten wir zu einem Termin sehr viele Teilnehmende haben, planen wir eine Kleingruppenphase von ca. 20 Minuten ein, um den Text vorzudiskutieren. Die Leitfragen bleiben immer gleich: Was überzeugt? Wo bleiben Zweifel? In Kleingruppen empfehlen wir das Mikrofon eingeschaltet zu lassen.

  • Wenn eingeladene Autor:innen der Texte anwesend sind, bitten wir diese, sich im ersten Teil der Diskussion zunächst zurückzuhalten. Danach gibt es die Möglichkeit zur ausführlichen Kommentierung der Diskussion.

Anmeldung

Wenn Sie an einer Teilnahme an der Research Class interessiert sind, schreiben Sie bitte (mit ein paar Angaben zur Person) eine E-Mail an Projektassistentin Manuela Eiben: forschungsgruppe.kiwit[at]uni-oldenburg.de.





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