Funktionen und Folgen Künstlicher Intelligenz
in der Wissenschafts- und Hochschulorganisation
Innovationsanalyse und Transferentwicklung
KIWIT ist ein interdisziplinärer und universitätsübergreifender Forschungsverbund.
Gefördert vom Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR).

Die KIWIT Research Class mit ihrem Veranstaltungsteam: Prof. Dr. Stefan Kühl, Bernd Eckstein, Dennis Düllmann (UBI) und Prof. Dr. Marcel Schütz (NBS).
Vertiefungsangebot für Nachwuchsforschende und KI-Interessierte
KI und Digitalisierung in Organisationen einordnen und verstehen
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Viersemestrige Research Class der KIWIT-Gruppe – für Externe geöffnet
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Wöchentliche Textdiskussion mit ausgewiesenen Autor:innen
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Fortlaufende Informationen zu Themen und Texten auf dieser Seite
In dieser auf vier Semester angelegten Research Class werden in einem wöchentlichen Rhythmus rund 100 zentrale Texte zum Themenkomplex Organisation und Digitalisierung diskutiert. Die Research Class ist Teil der Bielefeld Graduate School in History and Sociology und eingebunden in die KIWIT-Forschungsgruppe. Aufgrund der Teilnahme von verschiedenen Standorten wird das Seminar online via Zoom durchgeführt.
Zu jeder Sitzung wird von allen Teilnehmenden ein ausgewählter Text gelesen und gemeinsam diskutiert. Die vorangehende Lektüre ist für eine sinnvolle Teilnahme erforderlich. Man kann flexibel zu all jenen Terminen und Besprechungen erscheinen, die einen interessieren. Das Forschungsseminar richtet sich zunächst an einschlägig forschende Doktorand:innen der Universität Bielefeld sowie der Projektpartner, ist aber auch für interessierte Master-Studierende und fortgeschrittene Bachelor-Studierende, die bereits das Einführungsmodul Organisationssoziologie belegt haben, geöffnet. Weitere externe Forscher:innen anderer Hochschulen sowie themenbezogen Interessierte sind ebenfalls willkommen. Eine Anmeldung mit kurzen Angaben zu Person und Motivation ist erforderlich (siehe Information unten).
11.05.2026: Karafillidis, A. (2026). Containment eines Laborunfalls. Merkur, 80(4), 36–47.
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Athanasios Karafillidis ist Soziologe und Systemtheoretiker sowie KI-Manager bei der Stadt Dortmund. In seiner Arbeit befasst er sich mit der Einbettung technologischer Systeme in organisationale Abläufe und Verwaltungsstrukturen. Foto: Nikolaus Fecht

In seiner Funktion bei der Stadt Dortmund befasst er sich mit der praktischen Umsetzung von KI-Governance und der im EU AI Act geforderten Vermittlung von Kompetenzen.

Er thematisiert im aktuellen Merkur-Heft die soziologischen Hintergründe der KI-Regulierung. Dabei analysiert er das Verhältnis zwischen technischer Unzuverlässigkeit und dem Aufbau individueller sowie organisationaler Kompetenzen.

Athanasios Karafillidis ist Soziologe und Systemtheoretiker sowie KI-Manager bei der Stadt Dortmund. In seiner Arbeit befasst er sich mit der Einbettung technologischer Systeme in organisationale Abläufe und Verwaltungsstrukturen. Foto: Nikolaus Fecht
Athanasios Karafillidis analysiert in seinem Essay „Containment eines Laborunfalls“, warum die aktuelle KI-Entwicklung eher als unkontrollierte Veröffentlichung zu Testzwecken denn als geplanter Fortschritt zu verstehen ist. Er beschreibt Sprachmodelle als statistische Systeme, die bauartbedingt unzuverlässig bleiben und keine maschinenhafte Präzision garantieren können. Diese fundamentale Unsicherheit stellt Organisationen vor die Aufgabe, KI-Ausgaben nicht als fertige Produkte, sondern als fehleranfällige Entwürfe zu behandeln.
Die Sitzung thematisiert, wie Unternehmen und Verwaltungen durch Kompetenzaufbau versuchen, diese Technologie in bestehende Prozesse einzubetten. Dabei dient der EU AI Act als Rahmen, um den Umgang mit der Unzuverlässigkeit zu professionalisieren und eine Übertragung von Verantwortung auf die Maschine zu verhindern. Karafillidis begreift Regulierung hierbei als notwendiges Interface zwischen Organisation und Technik, um die Qualitätssicherung dauerhaft zu gewährleisten.
Dauer
Wintersemester 2025/2026 – Wintersemester 2027/2028
Veranstaltungstermin
Montags, 18:15 (via Zoom)
Seminarregeln
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Wir beginnen pünktlich um 18:15.
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Die KIWIT-Research Class – geplant für zwei Jahre – findet während des Semesters jeweils montags, 18:15 bis 20:00, online über den gleichen Link statt (erhältlich nach Anmeldung). Die Grundlage bildet immer ein Text, der von allen Teilnehmenden vor dem Termin gelesen worden ist. Ohne die Lektüre des – manchmal schwierigen – Textes sollte keine Teilnahme erfolgen.
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Wer das erste Mal anwesend ist, schreibt bitte in die Chat-Funktion ein paar Worte zu sich: Wo bin ich organisatorisch verortet? Was interessiert mich am Thema Digitalisierung (eventuell besonders an Künstlicher Intelligenz)? Mit welchen einschlägigen Projekten bin ich gerade beschäftigt?
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Es gibt keine systematische Moderation, sondern die Sprecher:innen-Liste entwickelt sich automatisch über die Melde-/Handhebe-Auswahl auf Zoom.
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Wir empfehlen das Mikrofon ausgeschaltet zu lassen, wenn wir mehr als fünf Personen sind (dies ist regulär der Fall). Sollten wir zu einem Termin sehr viele Teilnehmende haben, planen wir eine Kleingruppenphase von ca. 20 Minuten ein, um den Text vorzudiskutieren. Die Leitfragen bleiben immer gleich: Was überzeugt? Wo bleiben Zweifel? In Kleingruppen empfehlen wir das Mikrofon eingeschaltet zu lassen.
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Wenn eingeladene Autor:innen der Texte anwesend sind, bitten wir diese, sich die ersten 60 Minuten in der Diskussion zurückzuhalten. Danach gibt es die Möglichkeit für eine ausführliche Kommentierung der Diskussion.
Anmeldung
Wenn Sie an einer Teilnahme an der Research Class interessiert sind, schreiben Sie bitte (mit ein paar Angaben zur Person) eine E-Mail an Prof. Dr. Stefan Kühl: stefan.kuehl[at]uni-bielefeld.de. Sie werden dann in den Verteiler aufgenommen.
Aktualisiert am 05.05.2026/jb

