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Die KIWIT Research Class

Die KIWIT Research Class mit ihrem Veranstaltungsteam: Prof. Dr. Stefan Kühl, Bernd Eckstein, Dennis Düllmann (UBI) und Prof. Dr. Marcel Schütz (NBS).

Vertiefungsangebot für Nachwuchsforschende und KI-Interessierte

KI und Digitalisierung in Organisationen einordnen und verstehen

  • Viersemestrige Research Class der KIWIT-Gruppe – für Externe geöffnet

  • Wöchentliche Textdiskussion mit ausgewiesenen Autor:innen

  • Fortlaufende Informationen zu Themen und Texten auf dieser Seite

 

In dieser auf vier Semester angelegten Research Class werden in einem wöchentlichen Rhythmus rund 100 zentrale Texte zum Themenkomplex Organisation und Digitalisierung diskutiert. Die Research Class ist Teil der Bielefeld Graduate School in History and Sociology und eingebunden in die KIWIT-Forschungsgruppe. Aufgrund der Teilnahme von verschiedenen Standorten wird das Seminar online via Zoom durchgeführt. 


Zu jeder Sitzung wird von allen Teilnehmenden ein ausgewählter Text gelesen und gemeinsam diskutiert. Die vorangehende Lektüre ist für eine sinnvolle Teilnahme erforderlich. Man kann flexibel zu all jenen Terminen und Besprechungen erscheinen, die einen interessieren. Das Forschungsseminar richtet sich zunächst an einschlägig forschende Doktorand:innen der Universität Bielefeld sowie der Projektpartner, ist aber auch für interessierte Master-Studierende und fortgeschrittene Bachelor-Studierende, die bereits das Einführungsmodul Organisationssoziologie belegt haben, geöffnet. Weitere externe Forscher:innen anderer Hochschulen sowie themenbezogen Interessierte sind ebenfalls willkommen. Eine Anmeldung mit kurzen Angaben zu Person und Motivation ist erforderlich (siehe Information unten).

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27.04.2026: Hedfeld, D. P., Lammers, D. A., & Kamieth, F. (2025). Künstliche Intelligenz und Corporate Governance.

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In der nächsten Research Class diskutieren wir einen Beitrag von Patrick Hedfeld, Alexander Lammers und Felix Kamieth, der die  Auswirkungen von KI auf die Corporate Governance beleuchtet. Ausgangspunkt ist die Beobachtung, dass KI-Systeme weit über operative Abläufe hinausgehen und zunehmend das Fundament unternehmerischer Entscheidungsfindung, Risikoanalyse und Kontrollstrukturen verändern können.


Die Autoren schlagen vor, KI-Governance nicht als rein technisches Problem, sondern als strategische Führungsaufgabe zu verstehen. Dabei rücken ethische Anforderungen, die Vermeidung von Algorithmic Bias und die Einhaltung regulatorischer Rahmenbedingungen wie des EU AI Acts in den Fokus. Ein zentraler Aspekt ist die Transformation der Rechenschaftspflicht: Wie lässt sich die Verantwortung des Managements sicherstellen, wenn komplexe Algorithmen Entscheidungsgrundlagen liefern, die für menschliche Akteure oft nur schwer nachvollziehbar sind?


Damit eröffnet der Text eine organisationsübergreifende Perspektive auf die Gestaltung verantwortungsvoller Governance-Strukturen: Wenn KI-Systeme zur „Black Box“ im Unternehmen werden, bedarf es neuer Mechanismen der Überwachung und Transparenz. Hedfeld et al. zeigen, dass sich durch den KI-Einsatz die Anforderungen an die Fachkompetenz und die Kontrollpflichten von Vorständen und Aufsichtsräten verschieben – insbesondere dort, wo Effizienzgewinne gegen ethische Risiken und rechtliche Haftungsfragen abgewogen werden müssen.


Dr. Patrick Hedfeld und Dr. Alexander Lammers arbeiten auf dem Gebiet der Corporate Governance und Transformation, Felix Kamieth ergänzt diese Perspektive um die organisatorischen Implikationen digitaler Kontrollsysteme. Gemeinsam forschen und beraten sie an der Schnittstelle von regulatorischen Anforderungen und der praktischen Implementierung von KI in Unternehmensstrukturen.

Dauer

Wintersemester 2025/2026 – Wintersemester 2027/2028

Veranstaltungstermin

Montags, 18:15 (via Zoom)


Seminarregeln

  • Wir beginnen pünktlich um 18:15.

  • Die KIWIT-Research Class – geplant für zwei Jahre – findet während des Semesters jeweils montags, 18:15 bis 20:00, online über den gleichen Link statt (erhältlich nach Anmeldung). Die Grundlage bildet immer ein Text, der von allen Teilnehmenden vor dem Termin gelesen worden ist. Ohne die Lektüre des – manchmal schwierigen – Textes sollte keine Teilnahme erfolgen. 

  • Wer das erste Mal anwesend ist, schreibt bitte in die Chat-Funktion ein paar Worte zu sich: Wo bin ich organisatorisch verortet? Was interessiert mich am Thema Digitalisierung (eventuell besonders an Künstlicher Intelligenz)? Mit welchen einschlägigen Projekten bin ich gerade beschäftigt?

  • Es gibt keine systematische Moderation, sondern die Sprecher:innen-Liste entwickelt sich automatisch über die Melde-/Handhebe-Auswahl auf Zoom.

  • Wir empfehlen das Mikrofon ausgeschaltet zu lassen, wenn wir mehr als fünf Personen sind (dies ist regulär der Fall). Sollten wir zu einem Termin sehr viele Teilnehmende haben, planen wir eine Kleingruppenphase von ca. 20 Minuten ein, um den Text vorzudiskutieren. Die Leitfragen bleiben immer gleich: Was überzeugt? Wo bleiben Zweifel? In Kleingruppen empfehlen wir das Mikrofon eingeschaltet zu lassen.

  • Wenn eingeladene Autor:innen der Texte anwesend sind, bitten wir diese, sich die ersten 60 Minuten in der Diskussion zurückzuhalten. Danach gibt es die Möglichkeit  für eine ausführliche Kommentierung der Diskussion.

Anmeldung

Wenn Sie an einer Teilnahme an der Research Class interessiert sind, schreiben Sie bitte (mit ein paar Angaben zur Person) eine E-Mail an Prof. Dr. Stefan Kühl: stefan.kuehl[at]uni-bielefeld.de. Sie werden dann in den Verteiler aufgenommen.

Aktueller Text hier (Bild anklicken)

Reinhören: Unser neuer Science Podcast ist online.

Aktualisiert am 20.04.26/jb

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