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KIWIT Research Class

Research Class unter Leitung von Prof. Dr. Stefan Kühl, mit den Mitarbeitern Bernd Eckstein und Dennis Düllmann sowie Prof. Dr. Marcel Schütz.

Digitalisierungsprozesse in Organisationen
einordnen und verstehen

Angebot für Forschende und Nachwuchsforschende

  • Viersemestrige Veranstaltung an der Universität Bielefeld

  • Wöchentliche fokussierte Textdiskussion online

  • Regelmäßige Informationen zu Texten und Autor:innen auf dieser Seite

In dieser auf vier Semester angelegten Research Class werden in einem wöchentlichen Rhythmus rund 100 zentrale Texte zum Themenkomplex Organisation und Digitalisierung diskutiert. Die Research Class ist Teil der Bielefeld Graduate School in History and Sociology und eingebunden in die KIWIT-Forschungsgruppe. Aufgrund der Teilnahme von verschiedenen Standorten wird das Seminar online via Zoom durchgeführt. 


Zu jeder Sitzung wird von allen Teilnehmenden ein ausgewählter Text gelesen und gemeinsam diskutiert. Die vorangehende Lektüre ist für eine sinnvolle Teilnahme erforderlich. Man kann flexibel zu all jenen Terminen und Besprechungen erscheinen, die einen interessieren. Das Forschungsseminar richtet sich zunächst an einschlägig forschende Doktorand:innen der Universität Bielefeld sowie der Projektpartner, ist aber auch für interessierte Master-Studierende und fortgeschrittene Bachelor-Studierende, die bereits das Einführungsmodul Organisationssoziologie belegt haben, geöffnet. Weitere externe Forscher:innen anderer Hochschulen sowie themenbezogen Interessierte sind ebenfalls willkommen. Eine Anmeldung mit kurzen Angaben zu Person und Motivation ist erforderlich (siehe Information unten).

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03.11.2025: Elena Esposito (2024): Kommunikation mit unverständlichen Maschinen. Salzburg/Wien.

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Elena Esposito, Mitglied im wissenschaftlichen Beirat der Forschungsgruppe KIWIT, hat einen anregenden Essay über den Umgang mit den Entwicklungen der Künstlichen Intelligenz geschrieben. Sind  ChatGPT und generative KI eine Bedrohung oder eine Chance für unsere  Zivilisation? Die neuesten Algorithmen, die immer intelligenter zu  werden scheinen, greifen in jeden Aspekt unseres Lebens ein – und sind  für Menschen immer schwerer zu begreifen.

Müssen  wir uns Sorgen machen – und machen wir uns die richtigen Sorgen? Wie  können wir Maschinen kontrollieren, die wir nicht verstehen? Wenn der  Schwerpunkt der KI sich von Intelligenz auf Kommunikation verlagert,  stellen sich ganz andere Fragen: Seitdem Algorithmen nicht mehr  versuchen, die menschliche Intelligenz zu reproduzieren, haben sie  gelernt, immer kompetentere und effizientere Kommunikationspartner zu werden. Nun liegt es an uns, zu lernen, wie wir mit ihnen kommunizieren können.


Elena Esposito studierte  Politikwissenschaften, Philosophie und Soziologie bei Umberto Eco und  Niklas Luhmann an den Universitäten Bologna und Bielefeld, wo sie seit  2016 Professuren innehat. Sie erforscht u.a. die Berechenbarkeit der  Zukunft am Beispiel Künstlicher Intelligenz und algorithmischer  Vorhersagen. An der Universität Bielefeld läuft derzeit ihr  umfangreiches EU-gefördertes „Projekt The Social Consequences of Algorithmic Forecast in Insurance, Medicine and Policing.


Als  maßgebliche Forscherin zur Theorie sozialer Systeme hat sie zahlreiche  Bücher und Aufsätze zu Medientheorie, Gedächtnistheorie und zur  Soziologie der Finanzmärkte publiziert. Im Residenz-Verlag erschien 2024  das Buch „Kommunikation mit unverständlichen Maschinen“. Zur Zeit nimmt  Elena Esposito ein Fellowship Year an der renommierten Stanford University wahr. Wir freuen uns, Elena  Esposito zurück in Europa 2026 mit einem spannenden Vortrag in unserer  Forschungsgruppe begrüßen zu dürfen.

Dauer

Wintersemester 2025/2026 – Wintersemester 2027/2028

Veranstaltungstermin

Montags, 16:15 (via Zoom)


Seminarregeln

  • Wir beginnen pünktlich um 16:15.

  • Die KIWIT-Research Class – geplant für zwei Jahre – findet während des Semesters jeweils montags, 16.15 bis 18.00, online über den gleichen Link statt (erhältlich nach Anmeldung). Die Grundlage bildet immer ein Text, der von allen Teilnehmenden vor dem Termin gelesen worden ist. Ohne die Lektüre des – manchmal schwierigen – Textes sollte keine Teilnahme erfolgen. 

  • Wer das erste Mal anwesend ist, schreibt bitte in die Chat-Funktion ein paar Worte zu sich: Wo bin ich organisatorisch verortet? Was interessiert mich am Thema Digitalisierung (eventuell besonders an Künstlicher Intelligenz)? Mit welchen einschlägigen Projekten bin ich gerade beschäftigt?

  • Es gibt keine systematische Moderation, sondern die Sprecher:innen-Liste entwickelt sich automatisch über die Melde-/Handhebe-Auswahl auf Zoom.

  • Wir empfehlen das Mikrofon ausgeschaltet zu lassen, wenn wir mehr als fünf Personen sind (dies ist regulär der Fall). Sollten wir zu einem Termin sehr viele Teilnehmende haben, planen wir eine Kleingruppenphase von ca. 20 Minuten ein, um den Text vorzudiskutieren. Die Leitfragen bleiben immer gleich: Was überzeugt? Wo bleiben Zweifel? In Kleingruppen empfehlen wir das Mikrofon eingeschaltet zu lassen.

  • Wenn eingeladene Autor:innen der Texte anwesend sind, bitten wir diese, sich die ersten 60 Minuten in der Diskussion zurückzuhalten. Danach gibt es die Möglichkeit  für eine ausführliche Kommentierung der Diskussion.

Anmeldung

Wenn Sie an einer Teilnahme an der Research Class interessiert sind, schreiben Sie bitte (mit ein paar Angaben zur Person) eine E-Mail an Prof. Dr. Stefan Kühl: stefan.kuehl[at]uni-bielefeld.de. Sie werden dann in den Verteiler aufgenommen.

Neues Spezial

Aktueller Text hier.

Reinhören: Unser neuer Science Podcast ist online.

Aktualisiert am: 12.03.26/jb

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