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Die KIWIT Research Class

Die KIWIT Research Class mit ihrem Veranstaltungsteam: Prof. Dr. Stefan Kühl, Bernd Eckstein, Dennis Düllmann (UBI) und Prof. Dr. Marcel Schütz (NBS).

Vertiefungsangebot für Nachwuchsforschende und KI-Interessierte

KI und Digitalisierung in Organisationen einordnen und verstehen

  • Viersemestrige Research Class der KIWIT-Gruppe – für Externe geöffnet

  • Wöchentliche Textdiskussion mit ausgewiesenen Autor:innen

  • Fortlaufende Informationen zu Themen und Texten auf dieser Seite

 

In dieser auf vier Semester angelegten Research Class werden in einem wöchentlichen Rhythmus rund 100 zentrale Texte zum Themenkomplex Organisation und Digitalisierung diskutiert. Die Research Class ist Teil der Bielefeld Graduate School in History and Sociology und eingebunden in die KIWIT-Forschungsgruppe. Aufgrund der Teilnahme von verschiedenen Standorten wird das Seminar online via Zoom durchgeführt. 


Zu jeder Sitzung wird von allen Teilnehmenden ein ausgewählter Text gelesen und gemeinsam diskutiert. Die vorangehende Lektüre ist für eine sinnvolle Teilnahme erforderlich. Man kann flexibel zu all jenen Terminen und Besprechungen erscheinen, die einen interessieren. Das Forschungsseminar richtet sich zunächst an einschlägig forschende Doktorand:innen der Universität Bielefeld sowie der Projektpartner, ist aber auch für interessierte Master-Studierende und fortgeschrittene Bachelor-Studierende, die bereits das Einführungsmodul Organisationssoziologie belegt haben, geöffnet. Weitere externe Forscher:innen anderer Hochschulen sowie themenbezogen Interessierte sind ebenfalls willkommen. Eine Anmeldung mit kurzen Angaben zu Person und Motivation ist erforderlich (siehe Information unten).

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20.04.2026: Thomas Wischmeyer (2018): Regulierung intelligenter Systeme. Archiv des öffentlichen Rechts, März 2018, Vol. 143, No. 1, S. 1-66

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In der nächsten Research Class diskutieren wir einen Beitrag von Thomas Wischmeyer, der die Frage aufwirft, wie die Rechtsordnung auf die fundamentale Herausforderung durch Künstliche Intelligenz reagieren kann. Ausgangspunkt ist die Beobachtung, dass KI-Systeme zunehmend in sensible gesellschaftliche Bereiche wie die Medizin, den Finanzmarkt oder die Sicherheitsverwaltung vordringen, während das Recht vor der Aufgabe steht, einen stabilen Rahmen für diese technologische Transformation zu schaffen.


Wischmeyer schlägt vor, die Regulierung intelligenter Systeme über spezifische Leitlinien zu steuern – von der Sicherung eines angemessenen Qualitätsniveaus über das Verbot von Diskriminierung bis hin zur Klärung von Haftungsfragen. Ein zentraler Aspekt seines Ansatzes ist der Umgang mit der „Black Box“-Problematik: Statt eines bloßen subjektiven Rechts auf Erklärung setzt er auf objektive Organisationsstrukturen und Kontrollmechanismen, die sicherstellen, dass maschinelle Entscheidungen rechtsstaatlich überprüfbar bleiben.


Damit eröffnet der Text eine rechtstheoretische Perspektive auf die Funktion von KI: Wenn Algorithmen über soziale Teilhabe und staatliches Handeln mitentscheiden, verschieben sich die Maßstäbe für Transparenz und Verantwortung. Wischmeyer zeigt, dass sich nicht allein die technischen Möglichkeiten verändern, sondern die Architektur unserer Rechtsordnung selbst betroffen ist – insbesondere dort, wo hoheitliche Entscheidungen und professionelle Expertise durch lernende Systeme ergänzt oder ersetzt werden.


Prof. Dr. Thomas Wischmeyer studierte Rechtswissenschaften in Freiburg, Krakau und Lausanne. Nach Stationen am Bundesverfassungsgericht und der Yale Law School wurde er 2014 in Freiburg promoviert. Er forschte unter anderem an der New York University und der Beihang-Universität in Peking. Nach einer Professur für Öffentliches Recht und Recht der Digitalisierung an der Universität Bielefeld ist er seit 2025 Inhaber des Lehrstuhls für Öffentliches Recht, insbesondere Verwaltungsrecht, an der Humboldt-Universität zu Berlin. Er war zudem Mitglied der Datenethikkommission der Bundesregierung.

Dauer

Wintersemester 2025/2026 – Wintersemester 2027/2028

Veranstaltungstermin

Montags, 18:15 (via Zoom)


Seminarregeln

  • Wir beginnen pünktlich um 18:15.

  • Die KIWIT-Research Class – geplant für zwei Jahre – findet während des Semesters jeweils montags, 18:15 bis 20:00, online über den gleichen Link statt (erhältlich nach Anmeldung). Die Grundlage bildet immer ein Text, der von allen Teilnehmenden vor dem Termin gelesen worden ist. Ohne die Lektüre des – manchmal schwierigen – Textes sollte keine Teilnahme erfolgen. 

  • Wer das erste Mal anwesend ist, schreibt bitte in die Chat-Funktion ein paar Worte zu sich: Wo bin ich organisatorisch verortet? Was interessiert mich am Thema Digitalisierung (eventuell besonders an Künstlicher Intelligenz)? Mit welchen einschlägigen Projekten bin ich gerade beschäftigt?

  • Es gibt keine systematische Moderation, sondern die Sprecher:innen-Liste entwickelt sich automatisch über die Melde-/Handhebe-Auswahl auf Zoom.

  • Wir empfehlen das Mikrofon ausgeschaltet zu lassen, wenn wir mehr als fünf Personen sind (dies ist regulär der Fall). Sollten wir zu einem Termin sehr viele Teilnehmende haben, planen wir eine Kleingruppenphase von ca. 20 Minuten ein, um den Text vorzudiskutieren. Die Leitfragen bleiben immer gleich: Was überzeugt? Wo bleiben Zweifel? In Kleingruppen empfehlen wir das Mikrofon eingeschaltet zu lassen.

  • Wenn eingeladene Autor:innen der Texte anwesend sind, bitten wir diese, sich die ersten 60 Minuten in der Diskussion zurückzuhalten. Danach gibt es die Möglichkeit  für eine ausführliche Kommentierung der Diskussion.

Anmeldung

Wenn Sie an einer Teilnahme an der Research Class interessiert sind, schreiben Sie bitte (mit ein paar Angaben zur Person) eine E-Mail an Prof. Dr. Stefan Kühl: stefan.kuehl[at]uni-bielefeld.de. Sie werden dann in den Verteiler aufgenommen.

Aktueller Text hier (Bild anklicken)

Reinhören: Unser neuer Science Podcast ist online.

Aktualisiert am 08.04.26/jb

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