Funktionen und Folgen Künstlicher Intelligenz in der Wissenschafts- und Hochschulorganisation (KIWIT)
Innovationsanalyse und Transferentwicklung
Ein interdisziplinärer und universitätsübergreifender Forschungsverbund.
Gefördert vom Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt.

Die KIWIT Research Class mit ihrem Veranstaltungsteam: Prof. Dr. Stefan Kühl, Bernd Eckstein, Dennis Düllmann (UBI) und Prof. Dr. Marcel Schütz (NBS).
Vertiefungsangebot für Nachwuchsforschende und KI-Interessierte
KI und Digitalisierung in Organisationen einordnen und verstehen
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Viersemestrige Research Class der KIWIT-Gruppe – für Externe geöffnet
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Wöchentliche Textdiskussion mit ausgewiesenen Autor:innen
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Fortlaufende Informationen zu Themen und Texten auf dieser Seite
In dieser auf vier Semester angelegten Research Class werden in einem wöchentlichen Rhythmus rund 100 zentrale Texte zum Themenkomplex Organisation und Digitalisierung diskutiert. Die Research Class ist Teil der Bielefeld Graduate School in History and Sociology und eingebunden in die KIWIT-Forschungsgruppe. Aufgrund der Teilnahme von verschiedenen Standorten wird das Seminar online via Zoom durchgeführt.
Zu jeder Sitzung wird von allen Teilnehmenden ein ausgewählter Text gelesen und gemeinsam diskutiert. Die vorangehende Lektüre ist für eine sinnvolle Teilnahme erforderlich. Man kann flexibel zu all jenen Terminen und Besprechungen erscheinen, die einen interessieren. Das Forschungsseminar richtet sich zunächst an einschlägig forschende Doktorand:innen der Universität Bielefeld sowie der Projektpartner, ist aber auch für interessierte Master-Studierende und fortgeschrittene Bachelor-Studierende, die bereits das Einführungsmodul Organisationssoziologie belegt haben, geöffnet. Weitere externe Forscher:innen anderer Hochschulen sowie themenbezogen Interessierte sind ebenfalls willkommen. Eine Anmeldung mit kurzen Angaben zu Person und Motivation ist erforderlich (siehe Information unten).
08.06.2026: Tække, J. (2025). Sociological Perspectives on AI, Intelligence and Communication. Systems Research and Behavioral Science, 42(2), 574–584. https://doi.org/10.1002/sres.3123
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Tække begreift KI als eine eigenständige Form von Intelligenz, die sich grundlegend von der menschlichen Kognition unterscheidet und als computationale Technologie fest in gesellschaftliche Kommunikationsprozesse integriert ist. Bild: KIWIT

Tække begreift KI als eine eigenständige Form von Intelligenz, die sich grundlegend von der menschlichen Kognition unterscheidet und als computationale Technologie fest in gesellschaftliche Kommunikationsprozesse integriert ist. Bild: KIWIT
Gegenstand der nächsten Sitzung ist das Papier von Jesper Tække, das ein umfassendes theoretisches Modell zur Analyse der gesellschaftlichen Herausforderungen durch Künstliche Intelligenz vorlegt. Tække begreift KI als eine eigenständige Form von Intelligenz, die sich grundlegend von der menschlichen Kognition unterscheidet und als computationale Technologie fest in gesellschaftliche Kommunikationsprozesse integriert ist.
Auf Basis von Niklas Luhmanns Systemtheorie untersucht die Arbeit, wie KI über das Konzept einer „virtuellen doppelten Kontingenz“ die Kommunikation auf den Ebenen von Interaktion, Organisation und Funktionssystemen verändert. Am Beispiel des Bildungssystems wird analysiert, wie diese algorithmische Differenzierung traditionelle Kommunikationsstrukturen aufbricht und die funktionale Autonomie etablierter Systeme bedroht. Im Fokus der Sitzung steht Tækkes kritische Diskussion dieser Transformation innerhalb dreier gesellschaftlicher Modelle (autoritär, marktorientiert und demokratisch) sowie die Frage, wie ein europäischer Regulationsrahmen beschaffen sein muss, um Wettbewerbsfähigkeit zu sichern, ohne demokratische Prinzipien zu untergraben.
Dauer
Wintersemester 2025/2026 – Wintersemester 2027/2028
Veranstaltungstermin
Montags, 18:15 (via Zoom)
Seminarregeln
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Wir beginnen pünktlich um 18:15.
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Die KIWIT-Research Class – geplant für zwei Jahre – findet während des Semesters jeweils montags, 18:15 bis 20:00, online über den gleichen Link statt (erhältlich nach Anmeldung). Die Grundlage bildet immer ein Text, der von allen Teilnehmenden vor dem Termin gelesen worden ist. Ohne die Lektüre des – manchmal schwierigen – Textes sollte keine Teilnahme erfolgen.
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Wer das erste Mal anwesend ist, schreibt bitte in die Chat-Funktion ein paar Worte zu sich: Wo bin ich organisatorisch verortet? Was interessiert mich am Thema Digitalisierung (eventuell besonders an Künstlicher Intelligenz)? Mit welchen einschlägigen Projekten bin ich gerade beschäftigt?
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Es gibt keine systematische Moderation, sondern die Sprecher:innen-Liste entwickelt sich automatisch über die Melde-/Handhebe-Auswahl auf Zoom.
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Wir empfehlen das Mikrofon ausgeschaltet zu lassen, wenn wir mehr als fünf Personen sind (dies ist regulär der Fall). Sollten wir zu einem Termin sehr viele Teilnehmende haben, planen wir eine Kleingruppenphase von ca. 20 Minuten ein, um den Text vorzudiskutieren. Die Leitfragen bleiben immer gleich: Was überzeugt? Wo bleiben Zweifel? In Kleingruppen empfehlen wir das Mikrofon eingeschaltet zu lassen.
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Wenn eingeladene Autor:innen der Texte anwesend sind, bitten wir diese, sich die ersten 60 Minuten in der Diskussion zurückzuhalten. Danach gibt es die Möglichkeit für eine ausführliche Kommentierung der Diskussion.
Anmeldung
Wenn Sie an einer Teilnahme an der Research Class interessiert sind, schreiben Sie bitte (mit ein paar Angaben zur Person) eine E-Mail an Prof. Dr. Stefan Kühl: stefan.kuehl[at]uni-bielefeld.de. Sie werden dann in den Verteiler aufgenommen.
Aktualisiert am 09.06.2026/jb

